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Pädagogisches Konzept Gesamt

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Allgemeine Bildungsziele

Folgende Eigenschaften und Entwicklungen der Schüler und Schülerinnen stehen im Vordergrund:

  • Die Kinder werden zu einer persönlichen Beziehung zu Gott ermutigt (selbständiges Lesen der Bibel und Forschen in Gottes Wort, Einbeziehung des Glaubens in den Alltag, ...).
  • Gemäß ihren individuellen Fähigkeiten werden den Kindern alle verfügbaren Mittel zur höchsten intellektuellen Entwicklung bereitgestellt.
  • Die Schüler/-innen werden intensiv unterstützt, sich sehr gute Englischkenntnisse anzueignen.
  • Die Kinder werden motiviert einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft zu haben und ihre soziale Kompetenz auszubauen. Sie werden auf Möglichkeiten zum Dienst an ihren Mitmenschen aufmerksam gemacht und darin unterstützt diesen aktiv auszuüben. (soziales Engagement, Hilfsbereitschaft, ...)
  • Die Schüler/-innen werden darin gefördert ihre von Gott gegebenen Gaben und Talente zu erkennen, sie wahrzunehmen und die eigenen Fertigkeiten zu gegebener Zeit einzusetzen.
  • Die Lehrer/-innen ermutigen ihre Schüler/-innen unbekannte Bereiche Schritt für Schritt zuversichtlich einzunehmen. Dies führt zu selbstbewusstem Auftreten und bringt hohe Selbstmotivation.
  • Durch Projektarbeit, praxisbezogenen und kooperativen Unterricht und Teamarbeit lernen die Schüler/-innen flexibel und pro-aktiv zu denken und erwerben die Fähigkeit in Krisenzeiten entsprechend zu handeln.
  • Die Kinder werden mit den europäischen Wurzeln vertraut gemacht. Ebenso sollen sie andere Kulturen und Traditionen kennen und schätzen lernen.
  • Die Kinder werden zu einer positiven und kreativen Freizeitgestaltung angeregt. 

Jedes Jahr wird von einem Schwerpunktthema getragen. Entsprechend dem Österreichischen Rahmenlehrplan werden die Lehrinhalte der jeweiligen Schulstufen in schulstufenübergreifende Themen gegliedert und dann in den jeweiligen Altersstufen dem Entwicklungs- und Reifegrad der verschiedenen Schülern angepasst unterrichtet.

Meist werden kleinere Arbeitsgruppen gebildet, die mit unterschiedlichen Lehr- und Lernmethoden angeleitet werden, die Inhalte werden selbstständig erarbeitet, wobei alle didaktischen Prinzipien miteinbezogen werden. Alte und neue Methoden werden gleichgewichtet eingesetzt.

Nach einer Einführung in das Thema mit allen Schüler/-innen, folgt die Experimentierphase, Erarbeitungsphase und Übungsphase in Kleingruppen, Partnerarbeit oder Einzelarbeit. Den Abschluss bildet die Präsentation und Reflexion der Ergebnisse. 

Konzeptionelle Schwerpunkte

Abgesehen vom christlichen Schwerpunkt als konfessionelle Privatschule stehen folgende Themen im Fokus des pädagogischen Konzepts der MCA:

Englisch

Englisch als lebende Fremdsprache wird ab der 1. Schulstufe als verbindliche Übung unterrichtet. Zusätzlich werden  1-2 Deutschstunden pro Woche für Englisch genützt.  Wir nutzen den Spieltrieb der Kinder und ihre Freude am Sprechen, um die englische Sprache zu vertiefen. Ab der 2. Schulstufe (2. Semester) wird nicht nur in der gesprochenen Sprache, sondern in Wort und Schrift unterrichtet, sofern es die Kapazität der einzelnen Schüler/-innen nicht übersteigt. 

Manche Unterrichtseinheiten in Sachunterricht und Mathematik werden auf Englisch gehalten, um den Kindern die Terminologie nahe zu bringen und dabei gleich den Stoff zu wiederholen. So fällt es ihnen leicht, auch in Englisch auszudrücken, was sie gerade in der Schule lernen. 

Bewegung und Sport, Kunstunterricht und Musik werden, abhängig von der Nationalität der Lehrkraft, eventuell auch in englischer Sprache abgehalten. 

Ab der geplanten weiterführenden 5. Schulstufe können alle Fächer außer Deutsch und Mathematik fallweise auch auf Englisch unterrichtet werden.   

Das Ziel der MCA ist, dass alle Kinder (unabhängig ihrer Erstsprache) nach Abschluss der 4. bzw. 8. Schulstufe über sehr gute Sprachkenntnisse sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache verfügen. 

Offene Schuleingangsphase

Unser Wunsch als Schule ist es, den Einstieg in die Schullaufbahn so ermutigend und positiv wie möglich zu gestalten. Deshalb haben wir uns für die offene Schuleingangsphase entschieden bei der Schüler der 0. bis zur 2. Klasse den Schulalltag in einem Klassenverband durchleben.

Dies gibt unseren Schüler/-innen die Möglichkeit den Lernstoff bis zum Ende der 2. Schulstufe in einem, zwei oder drei Jahren zu durchlaufen, individuell abgestimmt auf die persönlichen Bedürfnisse, die eigene Entwicklung und Kapazität. Diese Individualisierung des Lerntempos ist durch einen, auch mehrfachen, Wechsel zwischen den Schulstufen seitens des österreichischen Schulgesetzes ermöglicht. 

Digitale Medien

Unsere Schüler/-innen leben in einer Zeit, die von digitalen Medien geprägt ist. Um sie in ihrem  Lernprozess mit modernen Medien optimal zu unterstützen und den Schüler/-innen den konstruktiven Umgang damit zu zeigen, haben wir uns in der MCA entschlossen, diesen Bereich zu einem Kernpunkt unseres Schulkonzeptes zu machen. 

Wichtig für uns ist, dass die Kinder nicht nur lernen mit diesen Geräten umzugehen, sondern auch in der Lage sind, etwas damit zu erschaffen. Die Fähigkeiten, die beim Erstellen von eigenen Werken angewendet werden, helfen den Kindern und jungen Erwachsenen im Berufsleben von morgen. 

Es ist uns ein großes Anliegen, die Schüler/-innen unserer Bildungsinstitution auf eine Welt von morgen vorzubereiten. Eine Welt, in der die enge Arbeit mit elektronischen Medien immer wichtiger wird und deshalb auch eine neue Betrachtungs- und Herangehensweise erfordert. 

Folgende Ziele sollen die Schüler/-innen mit dem Austritt nach der vierten Schulstufe erreichen:

  • mit altersadäquaten Programmen arbeiten können
  • Vorgänge benennen können („Computersprache“)
  • Kennenlernen des 10-Finger-Systems
  • Internet als Informationsquelle richtig und kritisch nutzen
  • reflektierter und richtiger Umgang mit Social-Media
  • Copyright und Nutzungsrechte
  • richtiges Speichern und ordnen von Informationen

Aktuell steht je zwei Schüler/-innen ein I-Pad zur Verfügung. 

Es ist unsere Überzeugung, dass die Digitalen Medien ein wirksames Werkzeug dieser Zeit SEIN KÖNNEN. Der Umgang mit diesen Geräten stellt daher eine Kernkompetenz dar, die in den folgenden Jahren an Wichtigkeit zunehmen wird. Um die Kinder auf diese kommenden Herausforderungen vorzubereiten, ist es unsere Verantwortung  (gemeinsam mit denEltern) ihnen den korrekten Umgang mit diesen Geräten zu lehren, und als Folge dessen, ihnen auch zu zeigen, wie sie Digitale Medien zu ihrem eigenen Segen und zum Nutzen anderer kreativ einsetzen können. 

Differenzierung – Begabtenförderung und Unterstützung bei Lernschwächen

Das pädagogische Konzept im Hinblick auf Differenzierung und Individualisierung ist so aufgesetzt, dass es den maximalen Lernfortschritt für jeden einzelnen Schüler/ jede einzelne Schülerin gewährleisten kann. Die praktische Umsetzung des konzeptionellen Ansatzes orientiert sich an, den Nöten der einzelnen Kinder, gemäß ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen sowie den Vorkenntnissen auf denen aufgebaut werden soll.   

Das Pädagogenteam der MCA fühlt sich der Förderung und Unterstützung aller Kinder und Jugendlichen an der Schule verpflichtet; ob es sich nun um Schüler handelt, welche noch mehr Zeit und Unterstützung benötigen, um die Lernziele zu erreichen oder um Schüler, die bereits in den Bereich der Hochbegabung reichen. 

Durch differenzierte Aufgabenstellung, Teamarbeit, selbständiges Arbeiten, Fördergruppen, Begleitlehrer und Zusatzausbildungen des pädagogigschen Teams kann dieses Aufgreifen der individuellen Bedürfnisse der einzelnen Schüler/-innen gewährleistet werden. 

Für Schüler und Schülerinnen die aufgrund ihres besonders hohen Förderbedarfs den Rahmen der Möglichkeiten an der MCA sprengen, muss in enger Zusammenarbeit mit den Eltern, zusätzliche Unterstützung und Förderung innerhalb und außerhalb unserer Schule durch weitere Fachkräfte gesucht werden. Für zusätzliche Aufwendungen dafür, müssen die Eltern aufkommen.  

Das Miteinander

Vereinbarungskultur

Zu Beginn der Schullaufbahn an der MCA wird gemeinsam mit den Eltern und Schüler/-innen eine Verhaltensvereinbarung besprochen und im Rahmen des Schülerhandbuches unterzeichnet. Darin werden wichtige Verhaltensregeln sowie geeignete Konsequenzen bei Verstößen (wie zum Beispiel Lehrer-Eltern-Schüler-Gespräche) im Schulbetrieb dargelegt. Die Lehrkräfte treten den Schüler/-innen gegenüber stets freundlich jedoch auch bestimmt auf. Es wird großer Wert auf respektvollen Umgang miteinander gelegt. 

Schulgemeinschaft/ Schulforum

An der MCA besteht ein Schulforum, welches sich aus zwei gewählten Elternvertretern, zwei Lehrern und einer Person aus dem Vereinsvorstand (Schulträger) zusammensetzt. Diese Plattform ist die Drehscheibe aller drei Interessensgruppen (Eltern, SchülerInnen, LehrerInnen) und tritt quartalsweise zusammen bzw. wird in dringenden Fällen auch kurzfristig einberufen.

Teamtraining

Als Privatschule verfügt die MCA bereits bei der Auswahl der Pädagogen und Pädagoginnen über große Freiheit und Autonomie. Das Leitungsteam versucht Personen zur Mitarbeit zu gewinnen, die über vorbildlichen Charakter, hohe fachliche Kompetenz und großes Engagement verfügen. Auch die Bereitschaft sich selbst beständig weiterzubilden, mit neuen Methoden vertraut zu machen und bereits Gelerntes zu vertiefen, um es noch sicherer anwenden zu können, hat einen hohen Stellenwert für die Aufnahme ins Team. 

Den Lehrkräften stehen während des Schuljahres mehrere Möglichkeiten zur Fortbildung zur Verfügung: 

  • Toolboxmeetings (interne Workshops und Impulsnachmittage)
  • Pädagogische Konferenzen (ca. vier Ganztage pro Schuljahr)
  • SCHILF (Schulinterne Fortbildung) – Referenten werden für einen Workshop an die Schule geholt
  • Fortbildungen an der Pädagogischen Hochschule
  • Fortbildungen im Rahmen der Sommerkurse des Schulamts der Freikirchen (2 – 3 Tage im August)
  • 2 – 3 mal jährlich Impulse und Hospitationsbesuche unserer australischen Partnerschulen mit Zeit für Fachgespräche, Präsentationen, etc. 
  • ICP – Initiative christlicher Pädagogen und Pädagoginnen in Österreich (mind. 1x jährliches zweitägiges Seminar)
  • Kollegiale Hospitation (Lernen durch gegenseitige Unterrichtsbesuche mit anschließender Reflexion)
  • Unterstützung durch Anschauungsunterricht und Hospitation mit anschließenden Reflexionsrunden durch Experten und pädagogischen Coachs

Wir, als Lehrer- und Leitungsteam nehmen an 30 – 60 Fortbildungsstunden pro Schuljahr teil. Dies ist uns wichtig, um unsere anspruchsvollen Aufgaben mit hoher Qualität ausführen zu können. Am Ende zählt, wie der Unterricht kontinuierlich verbessert werden kann und was von allen erhaltenen Impulsen tatsächlich bei den Schüler/-innen ankommt. 

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